LIMAX

ANGEBOTE
  • Regelmäßiges Training FAM Minis sonntags von 10-12 Uhr in München Fehwiesenstr. 118 für Kinder bis 6 Jahre und Familien - eine Mischung aus Eltern-Kind-Turnen, Kinderturnen, Parkour, Trampolin und Elementen aus dem Tanzen und Bouldern.
  • Kinderturnen und Erlebnisturnen Workshops in Kitas in München.
  • Mehrmals jährlich werden Familienspaßtage als eine besondere Aktion für aktive Familien angeboten. Hier sind alle Familienmitglieder gerne gesehen. Auf dem Programm stehen Workschops in Parkour und Trampolin, angepasst an das jeweilige Alter, lustige Spiele für die ganze Familie und gemeinsames Essen. Der nächste Familienspaßtag findet voraussichtlich in den Faschingsferien 2017 statt. Infos und Anmeldung ab Februar 2017 hier.
  • Als weitere Aktionen werden für die Zukunft Waldausflüge und Familiendisco geplant.
 
WAS IST LIMAX?
 
Das Projekt LIMAX bietet Kindern von 1-6 Jahren und ihren Eltern Gelegenheiten, gemeinsame Zeit wertvoll zu nutzen. 
Limax ist ein mobiler Kindertreff: es ist mobil, weil wir unterschiedliche Orte erkunden wollen, es ist aber auch mobil, weil wir unseren Körper und Geist dabei mobilisieren.
Im Vordergrund steht Bewegung. Körperliche Fitness ist eine Voraussetzung für die Gesundhet. Die Bewegung bietet aber auch zahlreiche Möglichkeiten, sich vielseitig zu entwickeln: alle Sinne werden angesprochen, die Gehirnarbeit wird gefordert, dazu kommen noch Spaß und Freude, die die Familie zusammen erlebt. 
Der Grundbaustein des Projekts ist Erlebnisturnen für die ganze Familie. Mama und Papa sind nicht bloß zum Kind-Halten da, für sie werden nach Wunsch extra Workshopeinheiten angeboten, in der Regel aus den Bereichen Parkour, normfreies Turnen und Trampolin. Die Teilnahme der Eltern ist nicht erforderlich, aber sehr gerne gesehen. 
Das Projekt wurde inspiriert durch meine Kinder, Lilia und Max. 
 
FAM KONZEPT BEI KLEINKINDERN - lieber jetzt auf den fettgepolsterten Windelpo, als in 20 Jahren aufs Maul!
 
Kinder lernen durch Erfahrung. Darum ist es für ein Kind sehr wichtig, verschiedene Bewegungserfahrungen zu sammeln.
Oft meinen die Eltern dem Kind mehr zu geben, indem sie es durch den Spielplatz schleppen, überall hochheben und halten, um es vor möglichen Stürzen zu schützen. Dadurch entsteht langfristig mehr Schaden, weil dem Kind eine unentbehrliche Bewegungserfahrung genommen wird, und zwar die Fallerfahrung.  Das Kind macht hingegen die Erfahrung: ich kann mich überall frei bewegen, mir kann nichts passieren. Genauer gesagt, entwickelt sich die Vorstellung der Gefahr und der entsprechenden Vorsicht nicht. Folglich ist es für solche Kinder meistens gefährlich, alleine Treppen zu steigen, die Bank herunter zu klettern etc. Sie laufen auf der Treppe fröhlich los, weil sie ja wissen, man landet eh in Mamas sanfte Hände. Wenn die Mutter aber im Moment nicht da ist, kann das Kind stürzen. Einige Eltern sagen: Wieso soll mein Kind alleine Treppen gehen, ich bin ja immer da! Und falls sie doch im Moment nicht am Kind sein können, verbieten sie ihm vorsichtshalber das, nach ihrer Meinung, Gefährliche zu tun. Dadurch macht das Kind die Erfahrung: die Welt ist gefährlich, ich halte mich lieber zurück und warte auf Hilfe, oder Die Mama vertraut mir nicht, ich mache es, wenn sie nicht zuschaut. Psychische Folgen können sein: Unsicherheit, Angst, eigene Meinung durchzusetzen bzw. entschieden und selbstständig zu handeln;  im zweiten Fall könnte die Beziehung zwischen Eltern und Kind leiden. 
Wenn ein Mensch bei seinem natürlichen Bewegungsdrang gehindert wird und die grundlegende Bewegungserfahrung nicht machen kann, dazu noch die Ängstlichkeit der Eltern mitnimmt, vermeidet es später möglicherweise etliche Bewegungssituationen erst einmal aus Angst zu fallen, dann auch aus Angst vor der Blamage vor den Kameraden. So entsteht ein Teufelskreis: das Kind bewegt sich nicht, weil es Angst hat zu versagen, und versagt, weil es nicht gelernt hat, sich zu bewegen. Dabei ist der Bewegungsmangel eine der häufigsten Ursachen vieler moderner Leiden  wie Übergewicht, Haltungsschwächen, Herz-Kreislauferkrankungen, aber auch psychischer Dysbalancen etc.
Oft wird das Können der Kinder unterschätzt bzw. man geht vom Negativen aus, so wird das Kind nicht selten auf das Versagen vorprogrammiert. Typisch sind die Aussagen: Geh da nicht hin, du wirst fallen! Oder: Nein, das kannst du nicht.  Das Kind vertraut der Mutter völlig und speichert unbewusst seine Niederlage schon vor dem hypothetischen Versuch, den er evtl. auch nie unternimmt. Neutral, und trotzdem vorsorglich wäre die Bemerkung: Sei da vorsichtig, hier kann man fallen /  hier kann es gefährlich sein. Oder: Willst du es versuchen? Okay, ich bin da, falls du mich brauchst. Sehr oft müssen sich die Eltern wundern, was ihre Kinder tatsächlich können, wenn man sie darin unterstützt.
Kinder, die unter der Anleitung der Großen die Welt entdecken dürfen, mit all ihren Faszinationen und Gefahren, gehen tendenziell einen sichereren Weg. Sie entwickeln auf eine natürliche Weise die Bewegungs- und unter anderem auch die Fallerfahrung, ein gesundes Gefühl für Gefahr, lernen, die Möglichkeiten ihres Körpers einzuschätzen und bei rechtzeitig erkannten Gefahrsituationen die negativen Folgen zu verhindern oder ggf. zu handeln, um sich zu retten.